03.09.2014
Walter Blüchert Stiftung nimmt über 90 Realschüler in Pilotprojekt was geht! auf

<b>Jugendliche, „die es schaffen wollen“, werden die letzten beiden Schuljahre und im ersten Ausbildungsjahr gefördert /  Vertiefende Praxiseinblicke, Coaching und intensives Mentoring gegen gesellschaftliche Barrieren</b>

Gütersloh  Für über 90  Realschülerinnen und –schüler  begann am Mittwoch Abend eine neue Dimension der Berufsvorbereitung: Die Walter Blüchert Stiftung nahm sie in der Stadthalle Gütersloh in das Pilotprojekt was geht! auf.  Vertiefende Praxiseinblicke, Exkursionen, Workshops und Seminare sollen die Neuntklässler fit für eine Ausbildung oder die gymnasiale Oberstufe machen – während der gesamten 3-jährigen Förderdauer stehen ihnen Mentoren und Coaches zur Seite. Professor Dr. Gunter Thielen, Vorsitzender der Walter Blüchert Stiftung: was geht! funktioniert, weil zwei Generationen Hand in Hand zusammenarbeiten: Die Jugendlichen, die aus ihrer Zukunft aktiv das Beste machen wollen, und die Älteren, die als ihre Mentoren an sie glauben und sie unterstützen“. Detmolds Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl würdigte den innovativen Ansatz des Programmes: „Damit der Wirtschaft auch in Zukunft genügend Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, ist es wichtig, neue Wege bei der Berufsorientierung zu gehen. Ich freue mich deshalb über das Engagement der Walter Blüchert Stiftung, die ein maßgeschneidertes Programm für Realschüler entwickelt hat und mit hohem Einsatz in Gütersloh erprobt.“ Auch Güterslohs Bürgermeisterin Maria Unger hob das außergewöhnliche „fachliche, personelle und finanzielle Engagement“ der Walter Blüchert Stiftung hervor. Sie betonte die Notwendigkeit eines derartigen Förderprogrammes speziell für Realschüler: „Wie sonst sollte sich Chancengerechtigkeit besser herstellen lassen als auf diesem Weg, indem jeder, der etwas für sich erreichen und schaffen will, die Unterstützung erhält, die er oder sie braucht? Unsere Kinder und Jugendlichen sind diese Mühen allemal wert.“ Das Programm will Realschüler vor demotivierenden Erlebnissen an der Schwelle zur Berufstätigkeit bewahren – und zugleich ein Signal gegen den drohenden Fachkräftemangel setzen: Jedes Jahr brechen ein Viertel aller Jugendlichen ihre Ausbildung ab. Zugleich bleiben 70 000 Ausbildungsstellen unbesetzt. Thielen: „Wenn so viele Jugendliche wie nur möglich erfolgreich ins Berufsleben starten, ist das auch für unser Land ein großer Gewinn. Wir sind in Zeiten des demographischen Wandels angewiesen auf das Potenzial dieser jungen Menschen. Sie sind die Facharbeiter, Akademiker und Dienstleister von morgen. Sie sind es, die langfristig durch ihre Arbeit ihren und unser aller Wohlstand sichern werden. Auch deshalb investieren wir in die Förderung und somit in die Zukunft der was geht!-Schüler.“ Die Teilnehmer des Pilotprojektes mussten sich in einem Auswahlverfahren für die Programm-Plätze qualifizieren und unter Beweis stellen, „dass sie es schaffen wollen“.  Das Programm begleitet sie während der neunten und zehnten Realschulklasse und im ersten Jahr in der Ausbildung oder auf der gymnasialen Oberstufe. So sollen sie klare Berufsvorstellungen entwickeln und erfahren, welche Chancen sich ihnen durch einen erfolgreichen Übergang in die Ausbildung oder auf die gymnasiale Oberstufe eröffnen. was geht! soll auch in anderen deutschen Städten etabliert werden.

Über 90 Realschülerinnen und Schüler wurden bei einem Festakt in das was geht!-Programm aufgenommen.

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