Selbstbewusstsein, Lebensfreude und die Beziehung zu sich selbst und anderen spielerisch stärken
Was ist gut:gehen?
Das Mitmach-Programm „gut:gehen“ stärkt Grundschulkinder der 2. bis 4. Klassen in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Lebensfreude. In spielerischen Gruppenübungen zu Körperbewusstsein, Bewegung und Ausdruck lernen sie sich und andere besser kennen und erfahren, wie sie mit ihren Gefühlen konstruktiv umgehen. Die gemeinsamen Erlebnisse fördern den Zusammenhalt und helfen, psychosozialen Herausforderungen gestärkt zu begegnen.
Lebenskompetenzen spielerisch stärken
„gut:gehen“ orientiert sich am Konzept der Lebenskompetenzen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Kinder entwickeln sich besser, wenn sie bestimmte wichtige Fähigkeiten erlernen. Diese psychosozialen Grundfähigkeiten helfen ihnen dabei, mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen.
Die wichtigsten Lebenskompetenzen:
Selbstwahrnehmung
Empathiefähigkeit
Kreatives Denken
Kritisches Denken
Entscheidungsfähigkeit
Problemlösekompetenzen
Kommunikative Kompetenzen
Interpersonale Beziehungsfähigkeit
Emotionsregulation
Stressbewältigung
Sehen Sie hierzu unseren Erklärfilm
So funktioniert gut:gehen
In 12 aufeinander aufbauenden Einheiten à 90 Minuten wird den Kindern schrittweise und spielerisch das Reflektieren, Erfahren und Ausbauen der genannten Kompetenzen ermöglicht. Hierfür nutzen die Trainer:innen von „gut:gehen“ fundierte, altersgerechte Methoden aus der Theater-, Tanz- und Erlebnispädagogik sowie aus der Dramatherapie*.
Die 12 Einheiten sind so aufgebaut, dass die Kinder langsam und behutsam in das Projekt eingeführt werden. Nach und nach können sich die Einheiten in ihrer Komplexität steigern und mehr und mehr Strategien der Kinder ansprechen, um diese auszutesten und zu stärken. Immer sind die Theaterpädagog:innen jedoch dafür verantwortlich, die Übungen so zu wählen, dass sie kein Kind überfordern.
Aufbauend auf den Einheiten für das Grundschulprogramm wurde ein weiterer Baustein für Schulkinder der Sekundarstufe I entwickelt.
Der Baustein "Fortbildungen für pädagogisches Fachpersonal" ergänzt das Programm zusätzlich. Ziel ist es, bewährte theaterpädagogische Methoden zu vermitteln und die zugrunde liegende „gut:gehen“-Haltung für pädagogisches Personal an Schulen erfahrbar zu machen.
Sehen Sie unseren Imagefilm
Wirkung
Seit 2021 bringt unser Programm „gut:gehen“ an zahlreichen Schulen Kinder in Bewegung und hilft ihnen, ihre Lebenskompetenzen zu stärken. Qualität und Wirksamkeit des wachsenden Angebots werden wissenschaftlich begleitet. Dafür arbeitet die Walter Blüchert Stiftung eng mit dem Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS), unter Begleitung von Prof. Dr. Dr. Klaus Hurrelmann, zusammen.
Das gut:gehen-Programm leistet einen Beitrag dazu, dass sich
die Perspektive auf unser gesellschaftliches Zusammenleben wandeln kann
6
OUTCOME
Die Lebenslage in der Schule und die Kommunikation
mit Erwachsenen und Peers
hat sich verbessert.
5
OUTCOME
Durch die Teilnahme am Programm haben sich
Verhaltensweisen der Schüler:innen teilweise (und positiv) geändert.
4
OUTCOME
gut:gehen hat zu sichtbaren Wirkungen auf Ebene neuen Wissens und neuer Fähigkeiten
bei den teilnehmenden Kindern geführt.
3
OUTPUT
Die am Programm Beteiligten waren mit dem Durchlauf
überwiegend zufrieden
oder sehr zufrieden.
2
OUTPUT
Mit den Aktivitäten konnten die meisten Personen
der Zielgruppe erreicht werden.
1
OUTPUT
Das Programm wurde entsprechend einer gründlich durchgeführten Bedarfsanalyse konzipiert,
professionell aufgesetzt und umgesetzt.
Stimmen der Teilnehmenden
„Die Berichte unserer Kinder an den Tagen nach dem Projekt und die positiven Rückmeldungen der Eltern zeigen uns, wie wichtig dieses Programm ist. Die teilnehmenden Kinder stehen mit ihren Bedürfnissen, Gedanken und Gefühlen im Mittelpunkt, das stärkt ihr Selbstvertrauen.“
„Wir haben viel gelacht und viel ausprobiert. Ich bin jetzt mutiger.“
„Respektvolles Verhalten und gewaltfreie Konfliktlösung, darauf wird im gut:gehen Programm Fokus gelegt. Die teilnehmenden Kinder merken, dass es wichtig ist. Sie ändern eigenes Verhalten und bringen es in die großen Klassengruppen ein. Ich habe den Eindruck, dass jetzt so viele Kinder teilgenommen haben, dass sich das schon in der Schulstimmung bemerkbar macht.“
„Vorher wusste ich gar nicht, was ich alles kann.“
„Die Kinder nehmen das Programm positiv wahr. Aus den Erzählungen lässt sich ent nehmen, dass sie sich auf die Übungen freuen, dass sie es gut finden, sich über ihre Gefühle Gedanken zu machen, dass es für sie entlastend wirkt, auch "NEIN" sagen dürfen und dass es in Ordnung ist, auf sein Bauchgefühl zu hören.“
„Bei gut:gehen habe ich mich wohl gefühlt. Ich durfte ich sein. Das war immer OK.“
„Das Programm stärkt durch spielerische Elemente das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl der Kinder. Sie können außerhalb des Unterrichts neue Erfahrungen sammeln und durch den theaterpädagogischen Ansatz auch ihre Resilienz trainieren. Aus meiner Sicht ist das ein absoluter Gewinn für die teilnehmenden Schüler:innen.“
Standortkarte
Finden Sie hier alle gut:gehen-Standorte
Standort
Walter Blüchert Stiftung
Wir danken unseren Förderern und Partnern vor Ort:
Unser Programm "gut:gehen" wirkt.
Wir freuen uns, wenn wir Ihnen bei Fragen weiterhelfen können.
Aylin Giller
Referentin
Tel. 05241/17949-16
gutgehen(at)walter-bluechert-stiftung.de
Walter Blüchert Stiftung
Eickhoffstraße 5
33330 Gütersloh
Tel 05241/17949-0
Fax 05241/17949-29
info(at)walter-bluechert-stiftung.de
Dramatherapie nutzt gezielt Elemente aus Drama und Theater für therapeutische und beratende Zwecke. Sie gründet auf der menschlichen Veranlagung zur spielerischen, dramatischen Selbstdarstellung. Durch diesen Ansatz können verborgene Ressourcen aktiviert und unerwartete Lösungsansätze entwickelt werden. Der praxisorientierte Charakter der Dramatherapie vereint kognitive, emotionale und physische Erfahrungsebenen, die essenziell für persönliche Entwicklung sind. Das dramatische Spiel schafft einen geschützten Erfahrungsraum, in dem aus neurologischer Sicht wichtige Hirnvernetzungen entstehen, die Impulse und Lernprozesse fördern (vgl. Dramatherapie Institut)