zwischenruf

Wie uns junge Mediziner aus anderen Kulturen dabei helfen, die Kluft zwischen Stadt und Land zu überwinden

Zwischenruf von Prof. Dr. Gunter Thielen

Viele von Ihnen werden den Bestseller „Medicus“ von Noah Gordon gelesen haben. Das Buch handelt von einem Mann, der im 11. Jahrhundert bei persischen Ärzten sein Handwerkszeug lernt und später selbst erfolgreicher Mediziner wird. Die Handlung ist fiktiv, könnte aber – so oder so ähnlich – durchaus stattgefunden haben, denn kluge Köpfe aus dem arabischen Raum gaben damals in der Wissenschaft den Ton an. Vor allem der von Avicenna (eigentlich Abu ‘Ali al-Husayn ibn Sina, 980 - 1037) erstellte „Kanon der Medizin“ zählte über Jahrhunderte zum Standardwerk der Medizin. Er enthält eine Vielzahl von zu dieser Zeit einzigartigen Beiträgen, zum Beispiel über die ansteckende Natur von Krankheiten wie Tuberkulose. Dass Seuchen von Mensch zu Mensch übertragen werden können, wusste man in Europa noch nicht einmal, als 300 Jahre nach Avicennas Tod die Pest grassierte.

 

Die Zeiten haben sich geändert. Persien existiert nicht mehr, der heutige Iran sorgt weltpolitisch für Wirbel, als Zentrum des wissenschaftlichen Fortschritts gilt das Land eher nicht mehr. Aber es gibt viele Menschen – gerade auch junge Akademiker – , die aus dieser Gegend zu uns kommen. Wir können sie bestens gebrauchen.

aktuelles

Zielgerichtete Berufsorientierung durch das Modellprojekt "was geht!“


3. Jahrgang hat das Programm der Walter Blüchert Stiftung erfolgreich abgeschlossen

Stiftungsführer Ausgabe 14 - 2019

wir2 - präventive Hilfe für Alleinerziehende

Prof. Dr. Gunter Thielen zum Tod der Schauspielerin Hannelore Elsner: „Sie war eine mutige Kämpferin – auch für Berliner Straßenkinder“

Wir haben sie als Schirmherrin des Berliner Verein „KARUNA – Zukunft für Kinder und Jugendliche in Not“ kennen und schätzen gelernt: Die großartige Schauspielerin Hannelore Elsner war sich nicht zu schade, sich für Straßenkinder zu engagieren. Auf Journalisten, die sie nach dem Weshalb fragten, reagierte sie schroff. Es liege doch auf der Hand…

Neues Stipendium für Mediziner, die später aufs Land wollen: jetzt bewerben!

Gütersloh/Bonn, 23. April 2019 – Medizinstudenten intensiv betreuen, unternehmerische Kenntnisse vermitteln und sie gezielt auf die Leitung einer eigenen Praxis vorbereiten: Mit diesem Konzept wollen die Deutsche Universitätsstiftung und die Walter Blüchert Stiftung einen Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum leisten. Das dazu neu aufgelegte Stipendienprogramm „Medicus“ richtet sich an Studierende aus dem In- und Ausland, die einen Medizinstudienplatz an einer hiesigen Hochschule und Deutschkenntnisse auf C1-Niveau vorweisen können. Mit der Aufnahme in das Programm verpflichten sie sich, nach dem Studium eine ärztliche Tätigkeit auf dem Land zu übernehmen. Das Programm, das zum laufenden Sommersemester startet, stößt vor allem bei Studierenden mit Migrationshintergrund auf großes Interesse.

Informieren, Potenziale entwickeln, Orientierung geben: „was geht!“ unterstützt beim Übergang zwischen Schule und Beruf

Gütersloh, 2. April 2019 – Fast 58.000 Ausbildungsplätze blieben im vergangenen Jahr unbesetzt, jeder fünfte Ausbildungsvertrag wird vorzeitig aufgelöst und mehr als zwei Millionen junge Erwachsene haben keinen Berufsabschluss: Zahlen, die zeigen, welches enorme Nachwuchspotenzial dem Wirtschaftsstandort Deutschland jedes Jahr verloren geht. Nach einer Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zählen Unkenntnis über die Arbeitswelt und unklare Berufsvorstellungen zu den wesentlichen Ursachen für einen holprigen Start ins Berufsleben. Das Projekt „was geht!“ der Walter Blüchert Stiftung setzt genau hier an und unterstützt mit individueller Beratung und Begleitung. Der Erfolg kann sich sehen lassen: So wechseln jeweils rund 40 Prozent der Realschüler in die gymnasiale Oberstufe oder ins Berufskolleg, die anderen können in Ausbildungen vermittelt werden. 2019 werden neue „was geht!“-Standorte dazukommen.


unsere Projekte

wir2

ein Bindungstraining für Alleinerziehende mit Kindern im Vorschulalter

was geht!

ein Pilotprojekt der Walter Blüchert Stiftung in Gütersloh

Angekommen

Sicherheit und ein passender Abschluss für jeden jungen Flüchtling und Neuankömmling


hochform

macht Akademiker mit Flüchtlingsstatus fit für Hochschule und Arbeitsmarkt

Durchstarten in die Ausbildung

ein Förderprojekt für Jugendliche auf Lehrstellensuche

Abakus

ein Pilotprojekt mit der Diakonischen Stiftung Wittekindshof für traumatisierte Kinder und Jugendliche mit Behinderung